Grundsatz:

Jedes Team und jedes Kind freut sich, wenn es lautstark unterstützt wird. Darum legen wir Ihnen nahe, Ihr Kind so oft wie möglich zum Spiel/Training zu begleiten. Beachten Sie allerdings, dass Sie in erster Linie Zuschauer und "Anfeuerer" sind und halten Sie bitte die unten genannten Regeln ein.

Regel 1 (Belohnung):

Gratulieren Sie Ihrem Kind für seine tolle Leistung! Vermeiden Sie aber materielle oder monetäre Belohnungen. Diese entsprechen nicht dem Grundsatzgedanken des Mannschaftssportes auf im Kinder- und Jugendfußball!

Regel 2 (Ratschläge):

Geben Sie Ihrem Kind während des Spiels keine fußballerischen Ratschläge. Diese erteilt ihm der Trainer oder Betreuer.

Regel 3 (Motivation):

Unterstützen Sie Ihr Kind mit lautem "Hopp"- oder "Bravo"- Rufen oder Applaus. Vielleicht müssen Sie es auch einmal trösten. Vermeiden Sie aber lange Diskussionen oder gar "Spielanalysen" mit Ihrem Kind. Sprechen Sie nur positive Erlebnisse des Spieles/Turniers, etc. an.

Regel 4 (Distanz):

Achten Sie darauf, dass Sie hinter der Spielfeldbegrenzung stehen oder mindestens 1,5 m vom Spielfeld entfernt sind. Nur so kann sich der Trainer/Betreuer optisch von Ihnen absetzten und ist für Ihr Kind gut vom Spielfeld aus erkennbar.

Regel 5 (Fairness):

Seien Sie auch im Bereich Fairness ein Vorbild und unterlassen Sie Diskussionen oder gar Beschimpfungen gegenüber allen Beteiligten. Achten Sie bitte sorgfältig auf Ihre Wortwahl. Kraftausdrücke sind generell zu unterlassen. Sollten Sie selber provoziert werden, entfernen Sie sich oder wechseln Sie einfach die Spielseite. Bedenken Sie, dass im Mannschaftssport immer viel Emotion steckt und nicht jedes Wort ernst genommen werden kann.

Verabschieden Sie nach dem Spiel alle Spieler und den Schiedsrichter mit Applaus. Zeigen Sie Größe, auch wenn nicht alles für Ihr Team gelaufen ist.

Regel 6 (Kritik):

Kritisieren Sie Ihr Kind niemals nach einem Spiel!! Sprechen Sie positive Erlebnisse des Spieles/Turniers an. Die Freude am Fußball soll immer erhalten bleiben.
Tipp:Sollten Sie einmal ein Spiel verpassen, fragen Sie Ihr Kind beim Heimkommen nicht "Hast du ein Tor gemacht?" Fragen Sie besser "Hast du beim Fußball Spaß gehabt?". Dies ist für das Kind viel wichtiger als selbst ein Tor geschossen zu haben.

Regel 7 (Material):

Lassen Sie Ihr Kind seine Taschen selbst tragen. Er/Sie nimmt am Spiel/Turnier teil. Lassen Sie Ihr Kind auch die Fußballschuhe selbst reinigen. Es ist nicht schlimm, wenn sie nicht perfekt geputzt sind. Helfen Sie ihm allenfalls beim Einfetten der Schuhe. Das Kind soll auch nach dem Spiel seine Taschen selbst Tragen.

Regel 8 (Probleme/Meinungsverschiedenheiten):

Bei Problemen/Meinungsverschiedenheiten suchen Sie das Gespräch mit dem Trainer. Sollte dies nicht möglich sein, wenden Sie sich an den Jugendkoordinator oder an den Jugendvorstand.

 

Eltern-Tipps         

... oder: unser Sohn muss Nationalspieler werden

1. Ihr Kind ist der beste Spieler in der Mannschaft. Er wird von den anderen nur nicht verstanden. Sorgen Sie dafür, dass jeder in Ihrer Nähe dies mitbekommt.

2. Legen sie Wert darauf, dass Ihr Schützling sich für den einzig wahren Fußballer hält.

3. Wenn der Trainer ihn auf die Auswechselbank setzt, ist er ein Dummkopf - und dies müssen Sie ihm in deutlichen Ausdrücken klarmachen.

4. Diskutieren sie kräftig mit dem Schiedsrichter, schließlich sehen Sie an der Linie alles besser als er.

5. Versprechen Sie Ihrem Kind für jedes Tor 5 Euro, das
fördert den Offensivfußball.

6. Laufen Sie am Spielfeldrand immer auf Ballhöhe, so können Sie das Spiel am besten kontrollieren und die Spieler und den Trainer lautstark auf ihre Fehler aufmerksam machen.

7. Erklären Sie Ihrem Sprössling, dass er auf Sie hören soll und nicht auf die unqualifizierten Hinweise des Trainers.

8. Sie wissen, dass Ihr Jugendtrainer eigentlich ganz nett ist, aber sonst keine Ahnung vom Fußball hat. Machen Sie ihm dies gelegentlich klar und sagen Sie ihm, dass Ihr Kind nie auf die Ersatzbank gehört.

9. Kümmern Sie sich vor allen Dingen rechtzeitig um den Transfermarkt, denn schließlich sind viele Klubs an Ihrem Kind interessiert und für einen Wechsel gibt es vielleicht einen Trainingsanzug oder ein Paar Fußballschuhe. Und das ist doch schnell verdientes Geld!


... noch besser:

Werden Sie einfach für ein Jahr Jugendtrainer, das hilft garantiert, alle
obigen Fehler zu vermeiden!!